Für Mieter gilt eine feste Kündigungsfrist von drei Monaten (§ 573c Abs. 1 BGB). Die Kündigung muss bis zum dritten Werktag eines Monats beim Vermieter angekommen sein, dann endet das Mietverhältnis zum Ablauf des übernächsten Monats. Der Samstag zählt dabei als Werktag mit.
Fristenrechner
KostenlosDas Mietverhältnis endet immer zum Monatsende.
Regionale Feiertage verschieben den dritten Werktag.
Kündigung muss ankommen bis
…
So wird gerechnet
Ein Beispiel, durchgerechnet
Tim will zum 31. Dezember raus. Drei Monate Frist bedeuten: Seine Kündigung muss im Oktober ankommen, und zwar bis zum dritten Werktag.
Nehmen wir Oktober 2022. Der 1. Oktober ist ein Samstag und zählt als Werktag mit: erster Werktag. Der 2. ist ein Sonntag, der 3. der Tag der Deutschen Einheit — beide zählen nicht. Zweiter Werktag ist der 4., dritter der 5. Oktober. Genau bis dahin muss der Brief im Briefkasten des Vermieters liegen. Nicht abgeschickt, sondern angekommen.
Wirft Tim ihn erst am 6. Oktober ein, verschiebt sich alles um einen Monat: Das Mietverhältnis endet dann zum 31. Januar. Bei 900 € Miete kostet dieser eine Tag also 900 €.
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Häufige Fragen
Wie lange ist die Kündigungsfrist für Mieter?
Drei Monate zum Monatsende. Das Schreiben muss dem Vermieter spätestens am dritten Werktag eines Monats zugehen, damit das Mietverhältnis zwei Monate später endet (§ 573c Abs. 1 BGB).
Für den Mieter bleibt es immer bei drei Monaten, auch nach zwanzig Jahren Mietzeit. Die Staffelung nach Wohndauer gilt nur für den Vermieter.
Zählt der Samstag als Werktag?
Ja. Werktage sind Montag bis Samstag. Nur Sonntage und gesetzliche Feiertage zählen nicht mit.
Das ist die häufigste Fehlerquelle: Wer den Samstag herausrechnet, verschiebt seinen Termin um einen Tag nach hinten und verpasst ihn dadurch.
Was heißt „zugehen“ genau?
Der Brief muss beim Vermieter angekommen sein, nicht abgeschickt. Das Datum auf dem Umschlag hilft Ihnen nicht.
Nehmen Sie ein Einwurf-Einschreiben. Beim Übergabe-Einschreiben und beim Rückschein muss jemand persönlich unterschreiben. Ist niemand da, gilt der Brief als nicht zugegangen, und Ihre Frist verstreicht.
Muss ich einen Grund angeben?
Nein. Als Mieter können Sie ordentlich kündigen, ohne einen Grund zu nennen.
Das ist auch der Grund, warum dieses Werkzeug ohne juristische Prüfung auskommt: Es übt ein Recht aus und argumentiert nicht.
Was ist bei einem Zeitmietvertrag oder Kündigungsverzicht?
Dann gelten andere Regeln, und diese Rechnung passt nicht.
Ein befristeter Vertrag endet zum vereinbarten Datum. Ein wirksamer Kündigungsverzicht kann bis zu vier Jahre binden. Sehen Sie in Ihren Mietvertrag, bevor Sie kündigen. Im Zweifel hilft ein Mieterverein.
Zum Nachlesen
Alle Fundstellen führen zu gesetze-im-internet.de, dem amtlichen Angebot des Bundesministeriums der Justiz.
Kein Rechtsrat, keine Behörde. Dieses Werkzeug erstellt ein Schreiben nach Ihren Angaben und berechnet Fristen aus dem Gesetz. Es bewertet Ihren Einzelfall nicht und prüft Ihren Mietvertrag nicht. Bei Zeitmietverträgen, Kündigungsverzicht oder Streit hilft ein Mieterverein, ab etwa 40 € im Jahr. Die Texte entstehen mit Unterstützung eines KI-Systems.